Kinder sind einzigartig, schon im Kleinkindalter haben Kinder einen eigenen Charakter und individuelle Bedürfnisse. Der liebe- und respektvolle Umgang mit jedem Kind, das mir anvertraut wird, ist mir besonders wichtig. Die Kinder werden gefördert, aber nie überfordert.
Ein wichtiger Grundsatz ist für mich das jedes Kind ein Recht auf Gewaltfreie Erziehung hat. Durch liebevollen und respektvollen Umgang möchte ich das Selbstbewusstsein der Kinder aufbauen und stärken. Die Kinder sollen lernen, ihre Bedürfnisse und Wünsche mitzuteilen, ihre Ideen zu äußern und umzusetzen. Ich möchte den Kindern die Möglichkeit geben, sich selbst und alles andere zu entdecken. Ich möchte die Kreativität der Kinder fördern in dem ich sie ermutige Dinge selbst zu tun z.B. sich selbst anzuziehen, Hände zu waschen oder die Treppe zu laufen. Kreativität beinhaltet nicht nur basteln oder malen. Da drunter fällt auch Probleme zu lösen. Wenn die Kinder etwas von sich selbst aus geschafft haben, setzt das Glücksgefühle frei und sie haben mehr Motivation sich neuen Herausforderungen zu stellen. Jedes Kind ist individuell und bringt daher seine eigene ganz besondere Fähigkeit mit in die Gruppe ein. Umso schöner wird der Alltag.
Für eine gesunde Entwicklung des kindlichen Körpers sind auch regelmäßige
Bewegungsreize nötig. Bewegung ist der wichtigste Reiz zur Vernetzung der
Nervenzellen und zur Bildung der Synapsen. Beides ist wichtig und fördert die
Entwicklung der Intelligenz und das Selbstbewusstsein wird gestärkt.
Kinder lernen bei Sport und Spiel Risiken und Gefahren zu erkennen und einzuschätzen. Bewegung und Bewegungsförderung, vorzugsweise an der frischen Luft, ist mir besonders wichtig. Beispiele für die Bewegungsangebote im Haus: Kleinkinder Klettergerüst, Matratzen zum Hüpfen und Toben, Bälle und „Rutsche Autos / Bobby Cars“ mit denen nach Herzenslust durch die Gegend geflitzt werden kann.
Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie Hände waschen, die Mahlzeiten oder natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag – die Kinder entwickeln eine Routine und lernen Abfolgen in einem Tagesablauf. Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten – uns wird bestimmt nie langweilig.
Auch die Kinder können mitentscheiden, welche Spiele oder Tätigkeiten wir an einen Tag machen. Die Kinder lernen Wünsche zu äußern und im sozialen Miteinander auf die Wünsche Anderer einzugehen.
Natürlich kann man einen Tag mit kleinen Kindern nicht minutengenau verplanen. Eine gewisse Struktur und wiederkehrende Rituale sind jedoch wichtig – sie
vermitteln Sicherheit und die Anfänge von Zeit Verständnis. Babys und Kinder unter 1,5 Jahren haben ihren eigenen Schlafrhythmus - hier
haben die Bedürfnisse des Kindes natürlich Vorrang. Über Schlafenszeiten,
Gewohnheiten und Rituale tauschen wir uns regelmäßig aus.
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Ab 8:00 bis 9:00 Uhr |
Gemeinsames Frühstück |
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Ab 9:00 bis 11:00 Uhr |
z.B. vorzugsweise im Garten an der frischen Luft spielen aber auch gemeinsames Singen, Bewegungsspiele, Vorlesen, Malen, Kneten, Basteln oder auch Spaziergänge/Besuche auf dem Spielplatz... |
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Ab 11:00 Uhr |
Pflege (Windeln, Töpfchen …); Mittagessen vorbereiten |
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Ab 11:30 Uhr |
Gemeinsames Mittagessen |
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Ab 12:00 Uhr |
Mittagsschlaf |
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Ab 14:00 Uhr |
Freispiel; erste Abholphase |
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Ab 14:30 Uhr |
Zwischenmahlzeit |
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bis 15:00 Uhr |
Ende der Abholphase |
Kinder werden altersentsprechend an Entscheidungen beteiligt. Partizipation ist schon in früher Kindheit ein wichtiges Thema, die Kinder können schon über kleine Dinge selbst entscheiden, was für die Entwicklung zu einem kompetenten Erwachsenen sehr wichtig ist was sich auch in den 10 Bildungsbereichen widerspiegelt.
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1. Bewegung vorzugsweise an der frischen Luft, Beispiele für die Bewegungsangebote im Haus: Kleinkinder Klettergerüst, Matratzen zum Hüpfen und Toben, Rascheltunnel, Bälle Bad und „Rutsche Autos / Bobby Cars“ mit denen nach Herzenslust durch die Gegend geflitzt werden kann. |
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2. Gesundheit
und Ernährung durch gemeinsame Mahlzeiten, es wird täglich mit weitgehend
frischen, regionalen, jahreszeitlich erhältlichen Zutaten gekocht.
Zuckerfreier Vormittag ist mir sehr wichtig. Es wird viel Obst und Gemüse
angeboten, zum Mittagessen gibt es häufig vegetarische Mahlzeiten, die
fleischhaltigen Mahlzeiten richten sich nach den Bedürfnissen der Gruppe, ab
und zu (z.B.: an Geburtstagen) darf es auch mal Pommes und Nuggets sein. Wenn
möglich beziehe ich die Kinder mit ein. Auf Allergien kann ich weitgehend
Rücksicht nehmen. |
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3. Sprache und Kommunikation durch sprachbegleitetes Handeln, das bedeutet, ich erkläre Handlungen immer mit Worten. Wir schauen Bücher an, auch themenbezogene, wenn die Kinder gerade Interesse an einem bestimmten Thema äußern. Singen, Fingerspiele begleiten uns auch fast täglich. An Fortbildungen zur alltagsintegrierter Sprachbildung nehme ich regelmäßig teil. |
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4. Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung findet in der Tagespflege in der Form statt, dass sich die Kinder wirklich als Gruppe verstehen. Ich versuche den Kindern in der Gruppe Empathie, Toleranz, Wertschätzung, Gewaltfreiheit, Gleichberechtigung, Respekt und Fürsorge mit anderen Menschen, Tieren, Materialien zu vermitteln, indem ich es auch vorlebe. |
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5. Musisch-Ästhetische Bildung erfolgt durch Kreativangebote, malen, basteln, kneten, gestalten mit Buntstiften, Wachsmalern, Wasserfarben, Fingerfarben, Kreide etc. Die Kinder lernen hierbei spielerisch Farben und Formen kennen. Auch Musik ist ein Bereich, der Kinder (spätestens) von Geburt an fasziniert. Sie haben ein großes Interesse an Geräuschen, Tönen, Klängen, die sie selbst erzeugen bzw. denen sie lauschen können. Fast täglich singe ich mit den Kindern Lieder oder gebe neue Impulse mit verschiedenen Instrumenten, z.B. sie selbst zu spielen oder sogar zu basteln. |
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6. Religion und Ethik Jahreszeitliche Ereignisse und Brauchtumsfeste wie Ostern, Laternenfest, Weihnachten sind immer wieder Thema in der Gruppe, z.B. Unterstütz durch Bücher oder Basteleien. Der Bereich Ethik ist durch das Zusammenleben in der Gruppe der Kinder gegeben, wie gehen wir miteinander und mit unseren Mitlebewesen um. |
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7. Mathematische Bildung in allen Spielbereichen und in der ganzen Umwelt steckt Mathematik. Kinder sind sehr offen und neugierig und so kann man sie in diesem Bereich spielerisch fördern. Im Kreativen Bereich lernen die Kinder z.B.: Formen und Muster kennen. Beim Klettern und Toben entdecken die Kinder räumliche Perspektiven (z.B. hoch, tief, klein, groß etc.). |
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8. Naturwissenschaftliche-technische Bildung auch bei uns werden fleißig Naturmaterialien gesammelt und mit diesen auch gebastelt. Kinder entdecken, beobachten, experimentieren und forschen mit großer Freude und niemals endender Neugier durch Begegnungen mit der Natur. Auch Tierbeobachtung steht bei den Kindern hoch im Kurs, egal ob wir die Fische im Aquarium beobachten, die Tiere im ortsansässigen Tierpark besuchen oder auch draußen Feuerwanzen an Bäumen finden. |
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9. Ökologische Bildung Pflanzen, Tiere und Menschen leben gemeinsam auf unserer Erde. Alle sind voneinander abhängig, brauchen sich gegenseitig. Im Mittelpunkt steht der achtsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen (Energie, Wasser etc.). Materialen wie Karton, Glas oder Plastikflaschen verwende ich mit den Kindern beispielsweise weiter, daraus entstehen kleiner kreative Projekte. |
10. Medien sind im Alltag überall gegenwärtig, daher versuche ich es bei meiner Arbeit mit den Kindern zu beschränken. Wir nutzen gern die Toni Box oder auch den CD-Player für altersgerechte Hörspiele und Bewegungslieder. Unsere vielfältigen, altersgerechten Bücher begleiten uns ebenfalls durch den Tag. Hierbei gehe ich individual auf die Bedürfnisse, Interessen der Kinder ein. Der eigene Umgang mit dem Handy versuche ich auf ein Minimum zu beschränken. Ich benutze es allerdings für Fotos, kleine Videos zur Dokumentationszwecken. |